Naturschutz auf Methana

  • Strassenbau auf Methana
    Kein Paradies - auch Methana ist in Gefahr!

    Griechenland hat nicht nur Sonnenseiten, sondern auch viel Schatten. Natur wird benutzt, aber selten geschützt. Auch Methana ist in Gefahr!

Ein Kampf für den Erhalt der Schönheit Methanas

Blick auf den historischen Lavadom beim Dorf Kameni Chora. Hier begann 1999 der Bau einer Strasse, die dann 2009 leider durch die ganzen Berge führte. (c) Tobias Schorr
Blick auf den historischen Lavadom beim Dorf Kameni Chora. Hier begann 1999 der Bau einer Strasse, die dann 2009 leider durch die ganzen Berge führte. (c) Tobias Schorr

Seit ich Methana 1986 entdeckt habe, liebe ich die einzigartige Landschaft. Leider hatten die Griechen lange Zeit kein Auge für die Schönheit der Halbinsel Methana. Als Fotograf hatte ich immer das Ziel, den Menschen vor Ort mit den Fotos und Informationen die Augen zu öffnen. Zum Teil ist mir das sicher gelungen. Aber es reichte nicht bis zu den Leuten, die politische Ämter besaßen und den Hebel hatten, an EU-Gelder zu kommen.
Ich hatte jahrelang versucht, die Leute davon zu überzeugen, auf sinnlose Strassenprojekte zu verzichten und besser in nachhaltigen Tourismus und die Wanderwege zu investieren.

Natürlich macht man sich bei diesen Politikern (nicht nur als Ausländer) nicht gerade beliebt. Denn sie wissen, dass sie nicht korrekt und nachhaltig "regieren". Es geht nur um schnelles Geld für die politische Klientel (Bauingenieure und Bauunternehmer und ein paar, die für sie arbeiten). Auch Methana wurden in der Zeit von 1999-2017 ca. 30-60 Millionen Euro an EU-Mitteln für Strassen und Zement "verbraucht".

Ich hatte mich um Öffentlichkeit bemüht, um gegen die Strasse in den Bergen Widerstand zu organisieren. Es gab eine Online-Petition, die auch viele unterschrieben. Aber am Ende wurde die Strasse gebaut und eine einmalige Landschaft zerstört. Inzwischen hat man sich daran gewöhnt, denn nur wenige wanderten vorher durch die Berge Methanas und können vergleichen, wie viel schöner und abenteuerlicher es vorher war.

Bei jedem Vorwahlk(r)ampf der Bürgermeister kommt im Wahlprogramm meist an vorderster Stelle "die Verbesserung des lokalen Strassennetzes", nicht eine Investition in den nachhaltigen Tourismus. Mit Kubikmetern Zement und Asphalt kann man besser abrechnen...

Natürlich sind die politischen Cliquen dieser Bürgermeister, seit Anfang an, gegen mich und versuchen hinter meinem Rücken Mobbing zu machen. Das ist in höchsten Maße dumm. Denn ich kann jederzeit gehen und kann jederzeit wiederkommen, wann ich will. Ich muss nicht mehr in Methana leben. Aber jemanden zu "bekämpfen", der für die eigene Heimat alles gibt, ist dumm.

Ich habe die ersten ausländischen Reisegruppen nach Methana gemacht und mache überall Werbung für die Halbinsel, die bei den Griechen nicht unbedingt einen guten Ruf hat.

Ich habe viele kulturellen Veranstaltungen initiiert (z.B. die geologische Konferenz 2016), die für Methana Erfolg brachten und ich mache mit dieser Webseite seit 2000 Werbung für Methana.

Allerdings nicht ohne auch kritische Anmerkungen zu machen. Das gefällt nicht jedem. Das ist klar. Mit Meinungsfreiheit und Diskussionskultur hat man es auf den Dörfern nicht so. Da ist man lieber im Verborgenen gegen den Kritiker aktiv.

Demokratie ist ein hohes Gut. Sie wurde zwar in Griechenland entwickelt, aber das politische System in Griechenland hat sie in einen engen Käfig gesteckt.

Wenn niemand etwas kritisches sagt, dann geht es immer so weiter bergab. Was hat Methana noch zu bieten? Die Heilbäder sind zu, der Hauptort ist nicht gerade eine Augenweide, die Verkehrsverbindungen sind lange nicht so gut, wie früher und bei den Griechen hat Methana kein gutes Image. Was bleibt, ist die einzigartige Natur, Geologie und Landschaft!

Und das muss man für die nächsten Generationen schützen. Auch, wenn man sich bei den politischen Cliquen unbeliebt macht.

Die Hauptprobleme der region Troizen-Methana

  • Strassenbau
  • Zubetonierung
  • Müllbeseitigung
  • Abgedeckte, alte Mülldeponien (Grundwasser!)
  • Verseuchung des Grundwassers durch Alt-Öl und Phytofarmaka
  • Waldbrände
  • Unkontrollierte Jagdt
  • Fischzucht
  • Landschaftszerstörung durch Stromleitungen