Methanas Vulkane

  • Methana Geologie
    Entdecken Sie die Geologie Methanas!

    Wenn man durch die Berge Methanas wandert, versteht man mehr von der Landschaft, wenn man weiß, wie sie entstand!

    Geführte Touren auf Methana
Geologische Karte der Halbinsel Methana. ETH-Zürich: Dr. Lorenz Hurni & Dr. Volker Dietrich & IGME
Geologische Karte der Halbinsel Methana. ETH-Zürich: Dr. Lorenz Hurni & Dr. Volker Dietrich & IGME

Wie entstand Methana?

Methana entstand vor ca. 3-6 Millionen Jahren vor der Ostküste der Peloponnes im Saronischen Golf. Bevor es unterseeische Vulkanausbrüche gab, existierten ein paar kleine Inseln aus Kalkgesteinen des Erdmittelalters (Trias, Jura und Kreide). Durch den Druck des sich unter die kleinasiatische und Europäische Platte schiebenden Nordafrikas gab es tektonische Bewegungen, die zur Gebirgsbildung und zur Bildung des Tiefseegrabens von Epidaurus führten.

Noch heute kann man im Gelände zahlreiche Störungen und Verwefungen beobachten, wo riesige Gesteinspakete, die unter der Erde lagen, gehoben wurden und Gipfel wie den Ortholithi bei Kalloni bildeten.

Dort, wo es Risse und Störungen in der Erdkruste gibt, findet das Magma einen Ausweg aus der Erdkruste. Dadurch bildeten sich unterseeische Lavaausflüsse, die Pillowlaven erzeugten. Reste dieser seltenen Lavagesteine findet man auf Methana z.B. am hydrothermal-Explosionskrater "Lofiskos".

Direkt im Graben von Epidaurus entstand der kleine Vulkan von Poros und im Zentrum des Saronischen Golfs Teile der Insel Ägina. Viele Millionen Jahre früher gab es schon Vulkanismus in der Region Megara im Bereich des Vulkans Sousaki.

Methana entstand am Westrand des Saronischen Golfs. Es gab zahlreiche phreatische Ausbrüche am Beginn, dann lange Zeit nur kleinere Lavadome und dann so heftige phreatische Explosionen, dass sich im Zentrum der Halbinsel eine große Kaldera bildete, die der von Nisyros ähnelte. Heute ist das Tal Stavrolongos ein Rest dieser Kaldera.

Nach diesen sehr heftigen Eruptionen kam eine Zeit, in der sich nur noch Lavadome bildeten oder Lavaströme in die Täler flossen. Zahlreiche Lavadome im Berggebiet entstanden in dieser Phase, die zuletzt 270 v.Chr. den Lavadom von Kameni Chora, den kleinen Lavadom Agios Andreas und die Lavaströmchen im Karstgebirge der Krasopanagia bildeten.

Seitdem ist Methana in einer Ruhephase. Der Vulkanismus ist NICHT beendet!

Die Geologie Methanas

Der Ägäische Inselbogen mit seinen aktiv geltenden Vulkanen Griechenlands. (c) Tobias Schorr
Der Ägäische Inselbogen mit seinen aktiv geltenden Vulkanen Griechenlands. (c) Tobias Schorr

Die Vulkanhalbinsel Methana gehört zum westlichsten Ausläufer des vulkanisch aktiven Inselbogens der Ägäis. Zu dieser bogenförmigen Zone aktiver Vulkane gehören:

Die aktiven Vulkane Griechenlands zeigten in (vor-)geschichtlicher Zeit Tätigkeiten. Es waren nicht immer magmatische Ausbrüche mit Lava, sondern auch Explosionen überhitztem Dampfes, wie auf Nisyros:
Methana 270 v.Chr. & 1700 n.Chr. (unterseeischer Pausanias-Vulkan), Milos 200 n.Chr. (Lahar bei Paliochóri), Santorini 1950 n. Chr. und Nisyros 1886 n.Chr. Zukünftige Vulkanausbrüche sind auf allen Vulkanen wahrscheinlich!

Lavabombe bei den Nordrandvulkanen Methanas
Lavabombe bei den Nordrandvulkanen Methanas
Zentrum des historischen Vulkans bei Kameni Chora
Zentrum des historischen Vulkans bei Kameni Chora
Pillowlava (Kissenlava) von Agios Nikolaos
Pillowlava (Kissenlava) von Agios Nikolaos
Die Fumarolen/Mofetten in der Thiafibucht
Die Fumarolen/Mofetten in der Thiafibucht
Hydrothermale, eisen- und quecksilberhaltige Mineralablagerungen aus einer ehemaligen Fumarole neben dem historischen Vulkan in Kameni Chora. (c) Tobias Schorr
Hydrothermale, eisen- und quecksilberhaltige Mineralablagerungen aus einer ehemaligen Fumarole neben dem historischen Vulkan in Kameni Chora. (c) Tobias Schorr
"Serpentin"- Ophiolith. Reste von metamorphen, vulkanischen Gesteinen der Erdkruste. (c) Tobias Schorr
"Serpentin"- Ophiolith. Reste von metamorphen, vulkanischen Gesteinen der Erdkruste. (c) Tobias Schorr
Hydrothermale Opal- oder Apatitablagerungen mit Hornblende- oder Hämatiteinlagerungen. Kameni Chora. (c) Tobias Schorr
Hydrothermale Opal- oder Apatitablagerungen mit Hornblende- oder Hämatiteinlagerungen. Kameni Chora. (c) Tobias Schorr
Schwefelablagerungen an der ehemaligen Fumarole neben dem historischen Vulkan von Kameni Chora. (c) Tobias Schorr
Schwefelablagerungen an der ehemaligen Fumarole neben dem historischen Vulkan von Kameni Chora. (c) Tobias Schorr
Bims und eingelagerte, ältere Dazit-Lava. (c) Tobias Schorr
Bims und eingelagerte, ältere Dazit-Lava. (c) Tobias Schorr
Ophiolithe, Kalk und Dazit von dem Hdrothermalkrater Lofískos. (c) Tobias Schorr
Ophiolithe, Kalk und Dazit von dem Hdrothermalkrater Lofískos. (c) Tobias Schorr
Ophiolith von Káto Moúska. (c) Tobias Schorr
Ophiolith von Káto Moúska. (c) Tobias Schorr
Durch Zufall gebildeter "Windkanter" aus Dazit-Vulkangestein von Zentral-Methana. (c) Tobias Schorr
Durch Zufall gebildeter "Windkanter" aus Dazit-Vulkangestein von Zentral-Methana. (c) Tobias Schorr