Philipson über Methana

  • Methana v. Philipson
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Bericht über Methana v. Philipson

Die Halbinsel Methana aus dem Süden gesehen. (c) Tobias Schorr 2014
Die Halbinsel Methana aus dem Süden gesehen. (c) Tobias Schorr 2014

Die heute wie im Altertum Mèthana (im Altertum auch Methoni) genannte Halbinsel wird in ihrem großen zentralen Teil von einer mächtigen vulkanischen Masse eingenommen, die sich düster, braun und kahl in Form einer Glocke erhebt, mit steilen Flanken, die eine flachgewölbte Hochfläche tragen, aus der sich die einzelnen Gipfel nur wenig abzeichnen. „ Von Norden in ganzer Ausdehnung gesehen, bildet die Halbinsel mit ihren breiten Formen, ihren hohen und nahe gedrängten Felskuppen einen großartigen Anblick; sie ist eine der kühnsten und ausgezeichnetsten Gestalten des griechischen Küstenlandes“ (CURTIUS II. S. 439). Jedenfalls fällt sie in der lichten und freundlichen Welt des Saronischen Golfs als finsterer Ausdruck menschenfeindlicher Naturgewalt besonders in die Augen.

Unsere Kenntnis dieses eigenartigen Gebildes war bis vor kurzem sehr mangelhaft. Sowohl die französische wie die britische Karte geben nur eine sehr rohe Vorstellung von dem Inneren. Die beste, nicht nur geologische, sondern auch landschaftliche Schilderung eines Teiles der Halbinsel verdanken wir REISS und STÜBEL. Die geologische Darstellung von WASHINGTON ist moderner, aber kurz, und landschaftlich wenig ergiebig.

Ergänzungen dazu geben FRIEDLÄNDER und SONDER, namentlich auf ihrer geologischen Kartenskizze. Neuerdings verdanken wir R. von LEYDEN eine eingehende topographische und geologische Darstellung von Methana nebst einer auf eigenen, auch topographischen Aufnahmen beruhenden Karte (zur Karte 1:100.000 s. oben S. 47 f.).

Die Halbinsel besteht keineswegs ganz aus vulkanischen Gesteinen; sondern dieses lehnt sich, wie in Ägina, an ältere Sedimentgesteine an, die im S und in der NW-Ecke hervortreten. Die Halbinsel steht mit dem Argolischen Festlande, zunächst der Schieferhügelgruppe von Dara (Taktikoupolis), in Verbindung durch eine schmale, aus mesozoischen Kalk bestehende felsige Landzunge, die bis 71m hoch, nur 300m breit ist, die zudem an ihrem Nordende nur durch eine flache Lücke mit der Halbinsel zusammenhängt. Auf dem Kalkhügeln der Landenge haben die Athener im Peloponnesischen Krieg Befestigungen angelegt, zum Schutze Methanas gegen die Troizenier, denen sie jenes entrissen hatten. Diese Werke sind im Mittelalter und noch einmal im griechischen Freiheitskrieg wiederholt worden.Die schmale Bucht auf der Ostseite der Landzunge, Steno genannt, ist zwar sehr geschützt, hat aber schlechten Ankergrund; sie hat Tiefen von 30-80m. An der Westseite ist die Bucht von Methana auch überall tief und heftigen Böen ausgesetzt. Die Halbinsel erstreckt sich nach N quer durch die Tiefenmulde hindurch , die der Argolischen Küste vorliegt, und hat daher zu beiden Seiten Tiefen bis zu 200m nahe am Ufer, nur im NO solche von 40-50m, letztere gehören der Schwelle an, die Methana mit Ägina und Angistri verbindet. Schiffe können überall nahe herankommen, nur dicht am Ufer gibt es hier und da Klippen; aber nur wenig geschützte Ankerplätze sind vorhanden. Der Abstand zu Ägina, im NO, ist 7, der von Angistri, im N, nur 4 km.

Die Figur der Halbinsel ist ein Dreieck, ähnlich wie das etwas größere Ägina, mit der etwa 10 km langen Basis im N, der abgestumpften Spitze im S am Festlande. Die N-S-Erstreckung ist 10 km. Die NO-Ecke ist abgerundet, dagegen die NW-Ecke schnabelartig zugespitzt. Der ganze Grundriß gleicht einer Keule mit einer angefügten Spitze im W. Der Flächeninhalt ist etwa 60 qkm. Geologisch sondern sich zwei Teile, die aus grauem, körnigem, mesozoischem (Kreide-) Kalk, darunter Sandsteinen, und Konglomeraten bestehen, von dem vulkanischen Körper ab; der rundliche, etwa 200 m hohe Berg im S, nördlich über der geschilderten Landenge und der Bucht Steno; er wird durch ein breites Schwemmlandstal von der Vulkanmasse getrennt; ferner das ungefähr ebenso hohe Gebirge, welches den westlichen Schnabel mit dem Kap (Kraso-)Panagia bildet, ebenfalls scharf, durch Bruch gegen das vulkanische Gebirge abgesetzt. Nach S fällt dieses Kalkgebirge überaus steil zur Bucht von Methana ab, die unmittelbar am Absturz 200m tief ist, so daß der unterseeische Böschungswinkel sich zu 63 Grad berechnet (REISS u. STÜBEL); bemerkenswert ist, daß an der Ostseite dieses westlichen Kalkgebirges bei dem Dörfchen Kameni Chora die Serpentin-Schiefer-Hornstein-Formation unter dem Kalk hervortritt (FIEDLER I S.261. REISS u. STÜBEL); dieselbe erscheint auch an der Westspitze der Halbinsel und an der Nordküste unterhalb von Kato Mouska (Karte von FIREDLÄNDER u. SONDER). Marines Jungtertiär findet sich nur in geringen Resten an den Küsten (v.LEYDEN S.13 ff.).

Sieht man von den beiden rundlichen Kalkgebirgen ab, so hat die Vulkanmasse einen ungefähr kreisförmigen Grundriß von 4 km Radius um den höchsten Punkt herum, die Chelona (741 auf der französischen Karte, 760 m nach R. v. LEYDEN). Diese Kuppe überragt nur wenig eine Hochfläche, die von einer Anzahl von Kuppen umgeben ist, die wenig niedriger sind als die Chelona selbst. ( Der Name „Schildkröte“ gibt diese Gestaltung gut wieder.) Zwischen diesen Gipfeln finden sich flach geneigte Einsenkungen, z.T. angebaut, die als „intercolline Räume“ gedeutet werden. Krater sind nicht vorhanden. Die Hänge der Berge sind oft von Blöcken wie überschüttet. Abweichend von der mannigfaltigen Zusammensetzung Äginas herrscht in fast dem ganzen Vulkangebirge Mtehanas ein hellgrauer Hornblende-Dazit. Außerdem bildet ein grauer feinkörniger Hypersthen-Andesit eine schmale Gesteinszone, die vom Gipfel Chelona nach SW zur antiken Stadt An der Küste hinabzieht, und auch noch andere derartige Streifen.

Die vulkanischen Gesteinsarten von Methana haben eine ausgeprägt porphyrische Struktur durch große Feldspat- und Hornblende-Individuen in stark kristalliner Grundmasse. Das große Vulkanmassiv von Methana läßt die Einzeleruptionen nicht mehr erkennen, aus denen es sich zusammengesetzt hat. Die Oberflächenformen sind abgetragen; Talfurchen sind einerodiert ; ein Saum von Blockschutt umgibt den Fuß. Eine steil-stehende Klüftung erleichtert die Blockbildung. Gänge und Intrusionen durchziehen die Masse.

Von der Nähe gesehen verliert sich der Eindruck der geschlossenen Gestalt der Vulkanmasse. Nicht nur zerschneiden scharfe Talfurchen, in Ursprungstrichtern beginnend, die Flanken, sondern man erkennt vom Schiff aus abgesonderte steile Berge zu Seiten der zentralen Masse. Mehrere jähe, neckartige Felshörner stehen im NW um eine Hochmulde herum ( von REISS u. STÜBEL beschrieben); ein längerer, ebenfalls jäher Kammberg, auch von der Hauptmasse durch einen Sattel getrennt, springt nach O gegen Kosona vor ; ein sanfterer und etwas niedrigerer Berg erhebt sich südlich davon über Vromolimni. Einige Gebirgsteile, besonders die aus Kalk, tragen Kiefern und Macchien; die höheren Teile sind meist kahl. Diese selbständigen Formen entsprechen besonderen jüngeren Eruptionen aus Hornblende-Dazit oder aus Hypersthen-Andesit. R.v.LEYDEN unterscheidet nicht weniger als 28 jüngere Eruptionen, die den Rändern des Massivs aufsitzen, und zwar Staukuppen und Staurücken mit oder ohne Ströme, sowie kuppenlose Ströme; Krater fehlen auch hier, wohl aber gibt es kleine Einbruchsenken auf den Gipfeln. Besonder sauffällig sind die Kuppen Kosona; Nord- und Süd-Tsonaka (585m, 50-80m relativ); die drei Malja-Kuppen (640m, 50-60m relativ); Malisa (140m) an der SW-Küste, Bimsstein und Schlacken und eine Stromdecke u.a.m. Außerdem finden sich an manchen Stellen Bimsstein- und Schlacken-Tuffe, ohne daß sich ihre Ursprungsorte nachweisen lassen.

Besonderes Interesse erregt auf Methana ein Vulkan, der in historischer Zeit, wenn auch nur einmal, tätig gewesen sein muß, und zwar um 250 v.Chr. Berichte über diesen Ausbruch geben OVID, PAUSANIAS und STRABON, FOUQUÈ sowie REISS und STÜBEL haben die Ausbruchstelle aufgefunden und beschrieben, neuerdings eingehend R.v.LEYDEN. Nach WASHINGTON ist sein lichtgraues, stark porphyrisches und poröses Gestein ein Hornblenden-Hypersthen-Andesit („Dacitoide labradorique“ nach KTENAS, Praktika 1927 S, 417). Der Eruptionskegel erhebt sich im nordwestlichen Teil von Methana beim Dörfchen Kameni Chora- das seinen Namen wohl von dem „verbrannten“ Aussehen des Gesteins hat- auf der Grenze zwischen dem Kalkstein des Krasopanagia-Gebirges und den älteren Laven der Zentralmasse; v.LEYDEN nennt ihn nach dem Dorf Kameno-Vulkan. Der Kegel ist 412m ü.M. hoch, etwa 200 m über dem benachbarten Tal, hat eine Böschung von 37 Grad und besteht an der Oberfläche aus eckigen Blöcken und wenigen Schlacken. Auf dem Gipfel ist ein Einbruchs-„Krater“2 von 100-150m Durchmesser und 60-80 m Tiefe eingesenkt, dessen Boden von üppigem Buschwerk bewachsen ist. Es ist nicht der Krater eines Stratovulkans, denn der Schlackenauswurf war sehr unbedeutend, sondern eine Quellkuppe, wie auch derjenige der Kaimenaes von Santorin. Von hier läuft ein 2 km langer Lavastrom nach NW, der genannten Gesteinsgrenze folgend, zur Küste und in das Meer hinein, wo er rotbraun und schlackig in steile Felsnadel zerspalten ist. Seine Mächtigkeit wird von REISS und STÜBEL auf 100-150 m geschätzt. Auf dem Rücken des Lavastroms erhebt sich noch eine sekundäre Staukuppe. Die nackte rauhe Oberfläche unterscheidet diesen jungen Lavastrom auffällig von den älteren Laven seiner Umgebung. Das ist der einzige vulkanische Ausbruch Griechenlands in historischer Zeit (außer den Inseln Santorin und Nisyros). - Bei dem Ort Kameni Chora befindet sich (bei Vathy!) ein antikes Kastell. Westlich anschließend erscheinen an der Küste zahlreiche von Lava erfüllte Spalten im Kreidekalk, aus denen kleine Lavaströme quellen; das Verhältnis dieser Eruptionen von Agios Andreas zum Kameno-Vulkan ist noch ungeklärt.

An dem mittleren und nördlichen Teil der Nordküste und um die NO-Ecke bis zur Mitte der Ostküste zieht sich vor dem Gebirgsabfall ein einheitlicher Vorlandsaum entlang, als eine sanft zur Küste geneigte Fläche. Das Ufer selbst ist ein niedriges Kliff, hier und da mit vorgelagertem Flachstrand, der Landeplätze bei gutem Wetter darbeitet. über den Untergrund dieser bedeutsamen Fläche schweigen sich die Autoren aus; ich habe sie nur im Vorbeifahren gesehen (1934) und da schienen sie mir aus Lockermaterial zu bestehen, entweder aus vulkanischen Auswürflingen oder aus herabgeschwemmten Schlackenmaterial. Nach einer Notiz von REISS und STÜBEL (S.42) „sollen“ bei Apano Mouska kleine Reste marinen Jungtertiärs auf dem vulkanischen Gerstein liegen. Die Karte von FRIEDLÄNDER und SONDER zeichnet solche an der SO-Küste ein, nördlich von Vromolimni.

Die geneigte Vorlandsfläche der N- und NO-Küste dürfte eine, in verschiedene Gesteine eingeschnittene gehobene Terrasse sein. Sie ist eine Kulturzone, angebaut, auch mit zerstreuten Öl- und anderen Bäumen, und stellenweise reicht die Terrassenkultur hoch an die Berge hinauf. Mehrere kleine Dörfer liegen auf diesem Saum, alle etwas entfernt vom Meere, das bedeutendste ist Agios Theodoros (falsch! Kounoupitsa!); unterhalb an der Küste befindet sich eine antike Ruinenstätte. Etwas westlicher am Gestade leuchtet die weiße Kirche Agios Georgios weit über das Meer. Ungefähr in der Mitte der Nordküste entspringt eine 36 Grad warme Quelle, mit Kohlensäure und Schwefelwasserstoff; unterhalb Kato-Mouska am Strande eine Quelle frischen Wasser. Von Kosona südwärts hört der flache Saum auf. Die mit Ölbäumen locker bestandenen Hänge des Kosona-Berges senken sich unmittelbar zu dem hier höheren Kliff hinab, an dem wir bei der Vorüberfahrt (1934) bald feste Lava, bald Massen lockerer Auswürflinge erkannten. Bald macht das steilere Gebirge wieder sanfterer Abdachung Platz mit dem Hangdorf Vromolimni, von dem aus die gleichnamige Küstensiedlung gegründet ist, letztere jetzt amtlich Methana genannt (1928: 490 Einwohner), es ist der Halteplatz der zwischen Piräus, Ägina und Poros verkehrenden kleinen Dampfer und zugleich ein Badeort mit großen Gasthäusern, in einer kleinen, von schönen Bäumen bestandenen Ebene, aber zwischen reizlosen (?) kahlen Hängen. Eine kleine Felsinsel mit den Mauern eines antiken Kastells, durch einen Gerölldamm mit dem Festland verbunden, trennt im S des Ortes den flachen Strandsee ab, der den Namen Vromolimni („Stinksee“) mit Recht führt, denn er ist erfüllt von dem Wasser der heißen Quellen, das einen üblen Schwefelgeruch verbreitet und die nur duirch schmale Öffnung mit dem Meere verbundene Lagune auffallend grüngelb färbt. Im S dieses Stinksees, zwischen ihm und den Kalkhügeln eingezwängt, stehen die großen Badehäuser, wo die bedeutenden Heilquellen entspringen. PERTEZIS unterscheidet zwei Gruppen unter den warmen salzigen kohlensauren Qullen von Vromolimni, solche mit Schwefelgehalt, einer Temperatur von 28,5 - 34,4 Grad, und einem erguß von 25920cbm am Tage; ferner zwei Quellen ohne erheblichen Schwefelgehalt, 41,2 Grad. Dann gibt es noch zwei Kohlensäurequellen. Die beiden ersten Gruppen entspringen aus Spalten im Kalkstein, nahe der Grenze des vulkanischen Gesteines. Der intensive Schwefelgeruch verbreitet sich weit in der Gegend und das Meer.

Das antike Zentrum vom Methana, die Stadt gleichen Namens, lag dagegen an der Südwestküste auf einer kleinen Anhöhe zwischen zwei Küstenebenen, in denen Bäche aus dem Gebirge münden, und an einer durch einen antiken Hafendamm einst geschützten Bucht. Die aus rotem Andesitblöcken erbaute Mauer ist noch zu sehen (FRICKENHAUS 35). Stadt und Land von Methana waren zu dürftig (?), um dauernd selbständig zu sein (CURTIUS), und bildeten zeitweise einen Teil des Troizenischen Gebietes, wie auch heute die Halbinsel zur Eparchie Trizina (Nomos Attika) gehört. Oberhalb der Ruinen befindet sich auch der heutige Hauptort von Methana, Megalochorio (359 bzw. 417 Einwohner). Weiter nördlich an der Westküste gibt es noch einige Flachstrände, die als Landeplätze dienen können. Die ganze Halbinsel hatte 1889: 2042, 1928: 2528 Einwohner, also 42 auf dem qkm, verteilt auf 14 (?) Siedlungen (180 auf den Ort), die also sehr klein sind. Sie liegen alle in der Nähe der Küste. Die Zunahme ist gering. Die Volkssprache ist albanisch. Auch Methana leidet an Wassermangel; man ist auf Zisternen angewiesen, die in großer zahl aus demAltertum erhalten sind, auch im Innern des Gebirges. Dieses und die noch erkennbare Terrassierung deuten eine ehemalige stärkere Kultur des kleinen Landes an, das schon mindestens in mykenischer Zeit besiedelt war. In der Tat hat MICHAEL DEFFNER außer den drei schon früher bekannten noch mehrere antike Kastelle und eine große Menge anderer Reste gefunden, welche Anbau und Siedlung auch im Inneren und auf den Höhen des Gebirges nachweisen. Die heißen Quellen wurden schon in der Antike benutzt. Im 3 Jahrh. V.Chr. war Methana eine zeitlang ptolemäischer Stützpunkt. Die Stadt prägte noch unter Kaiser Geta (Anfang 3. Jahrh. N.Chr.) Münzen.

Methana und Ägina sind, bei ähnlichem geologischen Bau, doch sehr verschieden. Methana höher, steiler, massiger, unfruchtbarer(?), hat geringe Bevölkerung, keine eigentliche Stadt (?), hat nie eine geschichtliche Rolle gespielt (?). Aber es ist geologisch-geographisch besonders interessant durch den Vulkanausbruch in geschichtlicher Zeit. Von diesem abgesehen habe die Eruptionen von Methana und Ägina nach REISS und STÜBEL, auch WASHINGTON submarin am Boden des miopliozänen Flachmeeres begonnen und sich später über dessen Spiegel aufgebaut; sie waren wohl zu Beginn der Quartätzeit beendet. Sie schlossen sich an die vorhandenen Berge von Mesozoischen Kalken an. Sie sind wie die Geringfügigkeit der Schlacken und das Fehlen von Gängen zeigen, nicht etwa denudierte Ruinen von Stratovulkanen, sondern „domförmige“ Aufstauungen zähflüssien oder plastischen Magmas („Quell“- oder „Staukuppen“). Lavaströme und -decken scheinen die Gesteine von Methana jünger zu sein als die von Ägina. Beide Gebirge gliedern sich in eine jungtertiäre Vulkanzone ein, die von Kalamaki und Kulantziki (Krommyonia, s. oben Band 1 S. 705) nach SO streicht zur Stadt Poros, deren vulkanischen Hügel wir später besprechen werden. Der weitere Zusammenhang führt dann zu der vulkanischen Reihe Milos, Santorin und Nisyros im S der Kykladen, die mit den vulkanischen Gesteinen des Saronischen Golfs eine „petrographische Provinz“ bildet (WASHINGTON).