Geologie Methanas 1

Vulkane, Heilbäder und Höhlen

Dreidimensionalee Darstellung der Vulkanhalbinsel Methana durch (c)Lorenz Hurni 1995
Ein Team von Geologen & Kartografen untersuchte die Vulkanhalbinsel Methana von 1991 - 1995 und fertigte bei der Forschung eine detaillierte geologische und eine topografische Karte im Maßstab 1:25000 an. Dr. Lorenz Hurni von der ETH-Zürich nutzte bei diesem Projekt zum ersten Mal digitale Techniken, um die beste Darstellung der Topografie zu erzeugen. Noch heute bilden diese Werke die Grundlage für zahlreiche Geologen und ihre Feldarbeit.

Vulkane Methanas

Reste einer großen Kaldera, das Stavrolongos-Tal auf Methana
Reste einer großen Kaldera, das Stavrolongos-Tal auf Methana
Blick auf den historischen Vulkan bei Kameni Chora
Blick auf den historischen Vulkan bei Kameni Chora, der etwa 270 v.Chr. ausbrach und heute die wichtigste Sehenswürdigkeit der Vulkanhalbinsel Methana ist.

Die Halbinsel Methana besteht zu 80% aus vulkanischen Gesteinen und zu 20% aus alten Kalkmassiven des Erdmittelalters (Trias, Jura, Kreide). Die ersten Vulkane brachen am Grund des Saronischen Golfs vor etwa 3-6 Millionen Jahren aus und bauten Stück für Stück die heute 55qkm große Halbinsel auf. Etwa 28-30 einzelne "Vulkane" lassen sich auf der Landkarte und im Gelände erkennen. Wahrscheinlich wurden sie alle von wenigen Magmakammern in etwa 7-8 km Tiefe gespeist. Die meisten Lavadome, die man heute noch erkennen kann, sind etwa 500.000 - 50.000 Jahre alt und der jüngste beim Dorf Kameni Chora erst ca. 2300 Jahre alt. Da die Afrikanische Platte sich weiter unter die Europäische und Kleinasiatische Platte schiebt, wird die Zufuhr frischen, leichteren Magmas auch in Zukunft nicht abreißen. Somit wird es in der Region auch in Zukunft weitere Vulkantätigkeiten geben. Wann genau, kann niemand abschätzen.

Durch die starke tektonische Tätigkeit, ist Methana und die Region des Saronischen Golfs durch Störungen zerissen und Erdbeben sind keine Seltenheit. Meist sind es schwache Beben. Auf den Störungen liegen die meisten Vulkane und auch heute die Thermalquellen Methanas. Die Störungen im Kalkgestein haben im Karstsystem Höhlen geschaffen (z.B. die "Taubenhöhle").