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Wandern Auf Methana, Griechenland - Routen Und Infos Liebe BesucherInnen! Methana ist (noch) ein reizvolles Ziel zum Wandern und fast 60 km Wanderwege bieten etwas für Entdecker. Je mehr Leute hier zum Wandern kommen, desto leichter wird es, die Methaner davon zu überzeugen, ihre Natur zu erhalten und nicht alles mit sinnlosen Strassen zu überziehen... Vielleicht sehen wir uns ja mal auf einem der Wanderwege... Viele Grüße Tobias Schorr, Elias Rizos & Panos Asimakopoulos Die Wanderwege auf der Halbinsel Methana1. Wandern auf MethanaDie Vulkanhalbinsel Methana ist durch ihre zahlreichen Sehenswürdigkeiten ein ideales Ziel für ausgedehnte Wanderungen. Die Halbinsel ist durch ihre ideale Größe gut für eintägige Ausflüge geeignet. Seit 2000 sind viele Wanderwege wieder zugänglich, die in den letzten Jahrzehnten zugewachsen waren. Meistens sind es uralte Steinplattenwege. Bis in die 60er Jahre waren diese Wege die einzige Verkehrsverbindung auf Methana. Teilweise stammen die Wege sogar noch aus der antiken oder sogar vorgeschichtlichen Zeit. Die Wege führen zu den landschaftlich schönsten Stellen der Halbinsel und an geschichtlichen & geologischen (Vulkane!) Sehenswürdigkeiten vorbei. 2. Übersichtskarte 3. Was benötigt man für die Wanderungen? Die Wanderungen verlaufen auf teilweise steinigen Wegen. Besonders nach dem Winterregen können sie etwas Geröll führen. Deshalb sollte man immer feste Wanderschuhe tragen. Sie sind für sicheres und erholtes Gehen die beste Basis. Wichtig ist auch, daß man genug Trinkwasser mitführt. Falls man aus einer der vielen Zisterne trinken möchte, sollte man Wasserentkeimungstabletten und ein Wassergefäß mit einer ca. 5m langen, stabilen Schnur mitnehmen, denn die Hirten verstecken ihre Wassereimer meistens irgendwo im Gebüsch. Je nach Jahreszeit sollte man feste Regenkleidung mitnehmen. Eine Kopfbedeckung und Sonnenschutz ist empfehlenswert. Ein kleines Erste-Hilfe-Set, Taschenmesser und Kartenmaterial ist immer nützlich. 4. Wie lange dauern die Wanderungen? Wenn man die Routen wählt, die quer durch das Innere der Halbinsel führen, sollte man eine reine Wegzeit von 4 – 5 Stunden einplanen. Das bedeutet, daß man den ganzen Tag einplanen sollte. Inzwischen kann man sich aber auch mit dem Taxi zum Stavrolongos-Krater fahren lassen. Dies ist das Zentrum der Halbinsel und alle Ziele sind gut erreichbar. Dann verkürzt sich die Zeit um 1-2 Stunden und man hat Ressourcen für längere Routen. Es geht dann meistens nur noch bergab. Beginnt man die Wanderungen von Methana aus, so sollte man früh am Tag beginnen, damit man nicht in die Mittagshitze gerät. Ist man erst einmal in den Bergen, so findet man an zahlreichen Stellen kleine Wälder, in denen man Schatten findet. 5. Die neuen Wanderwege und ihr System Im Juni 2000 wurde begonnen, die uralten Wanderwege in Rahmen eines Projekts des griechischen Fremdenverkehrsministeriums EOT zu erneuern und zu vernetzen. Inzwischen sind zahlreiche Unterstände gebaut worden, unter denen man Schutz vor Regen und Sonne finden kann. Es wurden insgesamt 6 Routen eingerichtet, die durch die Farben rot (Route A), gelb (Route B), grün (Route ?/C), orange (Route ?/D) und blau (Routen E1-3) gekennzeichnet sind. Die Signale bestehen aus Holzpfählen mit Pfeilen, die die Symbole tragen und aus Felsmarkierungen. Die Routen sind so gelegt, daß sie sich in einem Knotenpunkt treffen, der bei der Kapelle Agios Athanasios am Nordrand des Stavrolongos-Vulkans liegt. Die Routen sind so vereinfacht worden, daß 5 Farben für die Markierungen reichen. Dadurch ergibt sich, daß die Wegverläufe teilweise nicht der kürzesten Route zum Ziel folgen. Noch sind auch nicht alle möglichen Wanderwege in das System aufgenommen. Hier ist es sehr hilfreich, den alten Markierungen zu folgen, die 1996 von den Schülern des Gymnasiums angelegt wurden. Sie bestehen aus einer Rot-Weiß-Blau-Markierung. Trifft man auf einen Weg, der nicht im System ist und der die alten Markierungen aufweist, so kann man sich sicher sein, daß man nicht verloren ist. Natürlich soll das offizielle Projekt weitergeführt werden. Es ist geplant, zukünftig die ehemalige Schule in Megalochori und in Kypseli zu renovieren und als Unterkunft für Wanderer zur Verfügung zu stellen. Für den Wanderer haben diese Einrichtungen aber (noch) keinen Nutzen und es ist auch nicht sicher, wie und wer diese Unterkünfte in Zukunft verwaltet und zugänglich macht. Weiterhin werden die Hotels, Pensionen und Privatzimmer in Methana ihre Gültigkeit behalten. 6.) Routenbeschreibung 6.a.) Methana – Stavrolongos – Kammeni Chora Geht man von der Stadt Methana zum Altstadtbereich Agios Charalambos hinauf, so trifft man auf die Hauptroute mit dem roten Wanderwegsymbol. Man kann bis zur Kirche Agios Charalambos gehen, oder schon vorher zwischen den Häusern einbiegen. Beide Anfänge führen auf die gleiche Route. Der Altstadtbereich ist besonders wegen seiner alten Bauernhäuser und der Olivenmühle sehenswert. Der Weg geht am Tsonakas-Lavastrom bergauf. Der Beginn dieser Route ist etwas mühsam, wird aber durch die schöne Aussicht auf Methana belohnt. Am Morgen liegt die Route im Schatten. Der Weg schraubt sich in einer Länge von ca. 3 km langsam bergauf. Der Weg ist in einigen Bereichen steinig und erfordert die nötige Aufmerksamkeit. Im oberen Teil gelangt man in das wunderschöne Chiroma-Tal, wo es schon die ersten Weinberge gibt. Nach etwa 1,5 h erreicht man das Kesseltal des Stavrolongos-Vulkans. Es ist das Zentrum der Halbinsel und landschaftlich von besonderer Schönheit. Man geht nun auf der relativ neuen Bergstrasse etwa 100 m links und biegt in die zweite Bergstrasse rechts ein. Auf einem Felsen findet man einen Hinweis nach Kammeni Chora. Die erste Straße führt direkt in den Stavrolongos-Krater. Geht man also auf der zweiten Straße (2000 noch unasphaltiert) bergauf. Bald sieht man die kleine Kapelle Agios Athanasios. Vor einem kleinen Wäldchen geht ein Fahrweg zu der Kapelle. Man kann entweder gleich hier einbiegen und hinter der Kapelle den ausgezeichneten Weg weiterverfolgen oder auf der Straße bis zum Knotenpunkt weitergehen. Bald erreicht man den Knotenpunkt, wo sich die Routen A, B und C (?) treffen. Man kann also von hier aus die ursprüngliche Route verlassen und auf eine der anderen Routen überwechseln. Will man bis nach Kammeni Chora zum historischen Vulkan weiterwandern gibt es nun drei Möglichkeiten: 6.a.1.) Die offizielle Route Diese Route führt vom Knotenpunkt aus, gemeinsam mit der Route B, bis zur Abzweigung zum Prophet Elias-Gipfel. Dann geht die Strecke zum wunderschönen Dorf Pano Mouska (Makrylongos). Man kann die Strecke abkürzen und auf dem Fahrweg bis zum Wasserbehälter gehen, wo man die Signale mit dem roten Zeichen findet. Von dort aus geht es zwischen dem Pikesa-Vulkan und dem Malia-Gliati-Vulkan durch. Bald gelangt man in ein kleines Wäldchen, wo der Wegverlauf große Aufmerksamkeit verlangt, weil Kiefernnadeln teilweise die Markierungen verdecken und auch Rutschgefahr besteht. Der Weg führt dann direkt auf die neue Strasse zum Vulkan, die man auf den letzten Metern bis zum Weg auf den Vulkan weiterverfolgt. Der Weg auf den Vulkan ist gut markiert und dauert ca. 45 – 60 Minuten. Danach kann man sich evtl. im kleinen Kaffeehaus «Ifestion» erfrischen und dort ein Taxi bestellen oder bis nach Vathy weiterwandern. Die Route ist in diesem Verlauf sehr anstrengend und nur für ausdauernde und erfahrene Wanderer zu empfehlen. 6.a.2.) Auf der Route B Die Route B beginnt ebenfalls am Knotenpunkt und geht bis zur Abzweigung zum Prophet Elias-Gipfel gemeinsam mit der Route A. Dort steht auch ein kleiner Unterstand. Man geht dann in westlicher Richtung weiter. Schnell ist man auf einer großen Hochebene, an deren Nordrand einige mittelalterliche und antike (landwirtschaftliche) Gebäude zu finden sind. Ist man auf den Feldern, so geht man einfach geradeaus an das Westende der Hochebene. Dort sieht man ein kleines Gebäude. Es ist ein sogenanntes «Ambari», in dem die Bauern ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse lagerten. Der Weg führt nun etwa 100 Meter bis zur Fahrstrasse nach Kammeni Chora. An der Kreuzung kann man nördlich oberhalb des Wegs eine uralte Zisterne finden, die oft Wasser enthält. Der Weg trifft nun auch auf die Route D(?) und trennt sich von ihr nach etwa 200 Metern. Man biegt bei den Signalen rechts auf den alten Steinplattenweg ab, der zum verlassenen Dorf Sterna Gambrou führt. Von dort aus geht man über die Felder einer Hochebene bis zur Straße weiter. Nach einer größeren Kurve geht es links auf den alten Wanderweg zurück. Die neue Straße hat leider nicht nur die Landschaft stark beeinträchtigt, sondern auch den alten Wanderweg zu einem großen Teil zerstört. Man könnte nun auf der Straße bis zum Vulkan weitergehen, oder auf dem Wanderweg direkt zum Dorf Kammeni Chora wandern. Unterwegs wird der Weg einige Male von der neuen Straße zerschnitten. 6.a.3.) Auf der kürzeren Alternativroute Man verfolgt den Verlauf der Route A bis zum Knotenpunkt und wandert von da an aber auf der Bergstrasse weiter. Unterwegs kommt man an der Abzweigung der Route D (?) nach Megalochori vorbei. Nun geht es auf der Route D (?) in Richtung Norden weiter. Bald kommt man an das westliche Ende der Makrylongos-Hochebene, wo man auch auf die Route B trifft. Nun kann man bald auf die Route B einbiegen, die direkt nach Kammeni Chora oder zum Vulkan führt. Man kann aber auch auf der Straße weiterwandern und in die Route D (?) nach Megalopotami einbiegen. Diese Route ist nicht ganz so anstrengend, wie die Route A und bietet auch Alternativmöglichkeiten. Auf dieser Route findet man noch die alten Markierungen des Gymnasiums. 6.b.) Kypseli – Stavrolongos – Kammeni Chora Diese Route kann man auf verschiedene Art und Weise nutzen. Theoretisch beginnt sie an der Küste unterhalb vom Dorf Kypseli bei der antiken Akropolis Oga (bei dem kleinen Fahrweg, der von der Küstenstrasse abzweigt). Dann geht der Weg bergauf zum Dorf Kypseli. Im Dorf hält man sich rechts und biegt dann links auf den Fahrweg zum Stavrolongos-Krater ein. Es geht über einige Kehren bergauf. Man kann auch den alten Weg vom Dorf aus wählen, der aber sehr anstrengend ist. Von der Straße zweigt dann nach einem Unterstand der Weg rechts ab und führt zur Kapelle Agios Athanasios. Dort kann man dem Symbol folgen und kommt zum Knotenpunkt. Von dort aus führt der Weg zusammen mit der Route A bis zur Abzweigung des Prophet Elias-Gipfels. Der Weg geht dann durch die Makrylongos-Hochebene, trifft auf die Route D (?), geht zum verlassenen Dorf Sterna Gambrou und nach Kammeni Chora. 6.c.) Throni – Kiafaderi – Stavrolongos – Chiroma de Boukore – Kounoupitsa Man kommt zum Ausgangspunkt dieser Route, indem man von Methana aus in Richtung Megalochori / Vathy / Kammeni Chora auf an der Straße entlang geht, bis man auf die Throni-Hochebene gelangt. Bei zwei einzelnen Häusern liegt die Kreuzung. Beim Wegsignal ? (grünes Quadrat) geht es gerade aus bergauf. Nach etwa 200 m liegt am linken Wegrand ein antiker Turm, dessen Eingangstor sehr gut erhalten ist. Es geht auf der wenig befahrenen Straße bis man nach etwa 1 km auf die markierte Abzweigung gelangt, die links zur Kapelle Agios Panteleimonas führt. Dort hat man eine herrliche Aussicht auf Methana. Der Weg führt von der Kapelle an einem Häuschen vorbei, indem Bergziegenhirten wohnen. Bald zeigt ein Symbol an einer Felswand den weiteren Wegverlauf. Geht man auf dem Fahrweg gerade aus weiter, so kommt man zu ein paar alten Häusern, bei denen die Route D (?) verläuft (nach Megalochori / Megalopotami). Der Weg geht etwa 500 Meter bis er auf die Loutesa-Hochebene trifft. Dort gibt es einige Zisternen, an denen Bergziegen getränkt werden. Der Wanderweg verläuft am nordöstlichen Berghang des Chionesa-Vulkans. Bald kommt man durch kleine Wäldchen und am Hang des Chelona-Vulkans zweigt nach Westen ein Weg ab, der auf eine Hochebene unterhalb des Chelona-Gipfels führt. Gerade aus weiter kommt der Wanderer bald an eine Lichtung und folgt rechts einem dünnen Pfad, bis er wieder auf einer großen Hochebene angelangt ist. Dort geht man genau an das Ostende, wo man an einer Steinmauer aus antiken Resten die grünen Symbole findet. Diese führen zum Knotenpunkt, in dem sich die Routen A, B und C (?) treffen. Von hier aus kann man auch eine der anderen Routen nach Norden wählen oder nach Methana zurückwandern. Verfolgt man die offizielle Route weiter, so gelangt man auf die Hochebene “Chiroma de Boukore“ (albanisch “schöner Ort“). Von hier hat man eine herrliche Aussicht auf den Stavrolongos-Krater und das Massiv um den Höchsten Gipfel (Chelona 740 m). Der Weg geht am nördlichen Ende der unbebauten Felder weiter und erreicht einen kleinen Kiefernwald. Danach geht es in Serpentinen bergab. Man bekommt eine gute Aussicht auf die Nachbarinsel Ägina und auf den Fischerhafen Agios Georgios. Von hier benötigt man etwa 1,5 – 2 h bis man die Straße nach Kounoupitsa erreicht. Der Weg ist an seinem Ende etwas unübersichtlich. Deshalb wandert man einfach auf den Feldern in nördlicher Richtung, bis man einen Pfad erreicht, den man abwärts folgt. Bald sieht man auch die Straße. Man kann direkt an die Straße gehen, oder einen Weg wählen, der eine gewisse Abkürzung darstellt und auch 2000 eröffnet wurde. In Kounoupitsa kann man ein kleines Café finden, das von einer Holländerin geführt wird. Hier kann man sich stärken und eventuell ein Taxi nach Methana bestellen, denn der Rückweg nach Methana von hier aus ist sehr anstrengend und dauert ca. 3h. Man könnte die Route G (?) theoretisch auch von hier beginnen, jedoch ist der Aufstieg zur Chiroma de Boukore und zum Knotenpunkt sehr anstrengend. Auch ist der Anfang des Weges (noch) etwas schwer zu finden. Will man die gesamte Route von der Throni-Hochebene bis nach Kounoupitsa wandern, so muß man mindestens 5 Wegstunden einplanen. Es empfiehlt sich, die Strecke bis zum Knotenpunkt oder vom Knotenpunkt aus zu planen. Man kann die Routen gut mit den anderen Strecken kombinieren. 6.d.) Megalochori – Panagitsa – Sternes – Sterna Gambrou – Megalopotami Der Wanderweg beginnt am oberen, südlichen Rand in Megalochori. Man findet ihn, indem man gleich am Ortseingang bei einem neuen Haus rechts auf die Zementstrasse einbiegt und bis zum Ende geht. Dort beginnt der Weg in einem trockenen Bachbett (Markierungen und Signale für den Weg D(?) in orange beachten!). Nach Megalochori kann man über die Throni-Hochebene an der Straße wandern oder mit dem Taxi / Bus fahren. In Megalochori gibt es drei kleine Kaffeehäuser, in denen man etwas zum Trinken kaufen kann. Der Weg geht etwa 1 km bergauf. Die Aussicht über den Golf von Epidaurus ist hervorragend! Der Wanderweg besteht aus Steinplatten und Felsbrocken, die zusammengefügt sind. Er ist etwas anstrengend und sollte nur bei trockenem Wetter begangen werden, weil er sonst recht rutschig sein kann. Bald kommt man zu der byzantinischen Kapelle der Panagitsa, in der man uralte Fresken aus dem 12 Jahrhundert besichtigen kann. Die Route geht durch das kleine Kesseltal Panagitsa und steigt später zum Gehöft des Bergziegenhirten Jiorgos Dimitriou auf. Man kann also auch über die Route G (?) vom Gehöft nach Megalochori hinabsteigen, oder dem Wegverlauf folgen, der die offizielle Route bildet. Es geht also beim Haus von Herrn Dimitriou nach den orange gefärbten Markierungen weiter bergauf. Bald kommt man auf ein größeres Feld. Man überquert es genau in östlicher Richtung. Dort sollte man die Markierungen sehen. Wenn nicht, dann sucht man nach der großen Steinhalde und klettert auf ihr bergauf. Achtung! Unbedingt den Markierungen folgen! Bald kommt man auf den leicht erkennbaren Wanderweg. Nach einer kleinen Hochfläche geht es in nördlicher Richtung wieder leicht bergab. Es geht durch ein Wäldchen und nach etwa 20 Minuten sieht man die Nordrandvulkane. Bei einer Zisterne kann man schon die Straße nach Kammeni Chora sehen, wo auch ein Unterstand steht. Es geht nun in nordwestlicher Richtung auf dem Sträßchen weiter. Bald kommt man an das Westende der Makrylongos-Hochebene, wo man auf die Route B trifft. Man bleibt aber auf der Straße, bis man nach etwa 1 km links eine Abzweigung mit den orange gefärbten Markierungen antrifft. Auf dieser Route geht es weiter. Man könnte geradeaus weiter bis zum historischen Vulkan von Kammeni Chora gehen. Bald kommt man an einen gemauerten Ziegenstall vorbei, unter dem ein antiker Tempel liegt. Ein paar antike Bauteile und zahlreiche Scherben kann man entdecken, wenn man sich den Stall etwas genauer ansieht. Ein paar Meter südlich davon steht ein kleiner Unterstand mit herrlichem Blick über die Westküste Methanas. Der Weg geht etwas oberhalb des Unterstands weiter und ist leicht bis zur Kapelle Agios Jannis zu verfolgen. Die Kapelle ist an der Stelle eines antiken Bauwerks errichtet, von dem noch ein paar Säulenkapitelle zu sehen sind. Der Weg geht dann bergab ins Bauerndorf Megalopotami und von dort aus kann man entweder nach Megalochori oder in den Fischerhafen Vathy wandern. Entweder man bestellt sich in Vathy oder Megalochori ein Taxi, oder man wandert auf der Straße nach Methana zurück. 6.e. 1 Heilbäder – Gipfel des Aspro Vouni In der ersten Kurve, bevor man in die Stadt Methana gelangt, steht die Tafel mit der blauen Markierung E, die durch ein kleines Wäldchen hinter den Heilbädern führt. Der Weg erreicht bald ein trockenes Bachbett und geht dann bei einem großen Johannisbrotbaum bergauf auf die Felder des Asprovouni. Der Weg endet dort. In Zukunft ist geplant, den Weg mit der Route E2 von der Throni-Hochebene auf diesen Bergzug zu verbinden. Der Weg ist dadurch ausgezeichnet, daß man eine herrliche Aussicht auf die Insel Nisaki und auf die Bäderstadt Methana bekommt. Es gibt auch einen kleinen Unterstand, wo man sich vor der Sonne oder Regen schützen kann. E2 Von der Throni-Hochebene auf den Aspro Vouni Der Weg beginnt am Nordhang des Bergzuges Asprovouni westlich der zwei einzelnen Häuser. Man geht über die Felder, kurz nach den Häusern und sucht am Berghang den Anfang des Weges. Der führt auf die Hochfläche des Aspro Vouni. Dort kann man Versteinerungen und im Frühling seltene Orchideen entdecken. Man kann auf der Gipfelhochfläche einem Ziegenpfad folgen, der später auf einen Fahrweg trifft, der einen wieder auf die Throni-Hochebene führt. In Zukunft ist geplant, den Weg mit der Route E1 zu verbinden. E3 Isthmus Steno – Theotokou-Kapelle – Faviereou-Burg Der Wanderweg beginnt auf der Landenge Steno. Man biegt in die Zementstrasse ein, die später bis nach Vathy führen soll und die auch zur Taubenhöhle führt. Gleich am Anfang sieht man das Schild mit der blauen Markierung, die zur Kapelle Theotokou führt. Dort geht der Weg über die antike Sperrmauer und dann an einem kleinen Berghang bis zum Fort Favierou, wo auch Reste einer antiken Festung zu entdecken sind. Man kann den Weg zum Ausgangspunkt zurückgehen, oder durch die Festung gehen und den Pfad weiterverfolgen, der wieder an der Straße endet. 7. Routen, die noch nicht im neuen System sind Zur Taubenhöhle Kurz vor Megalochori befindet sich die Kapelle Agios Jannis, bei der inzwischen ein kleiner Zementweg verläuft. Bei ihr kann man in Richtung Küste auf einem Wanderweg bis zur Taubenhöhle oder zur Prophet Elias Kapelle oberhalb vom Almyrastrand gelangen. Ist man an der Küste, so hält man sich südlich, bis man einen Weg findet, der zwischen einem Felsen und dem Berghang beginnt. Der Steinplattenweg führt zum Felsüberhang, unter dem die Taubenhöhle liegt. Weiter kann man nicht gehen, da der Weg abrupt dort endet, wo die geplante Straße nach Vathy den Berg zerschneidet. Hat man den Felsüberhang entdeckt, so muß man sich vor ihm zur Küste bemühen und dann in südlicher Richtung bis zur Felshalde unterhalb der Höhle klettern. Auf ihr geht es bergauf, bis man am Rand der Höhle steht. Man kann nun bis zum Höhlensee hinunterklettern. Achtung! Diese Tour nicht allein und ohne griffiges Schuhwerk unternehmen! Man kann durch den Höhlensee ans andere Ufer schwimmen, wenn man eine Taucherlampe hat. Auf keinen Fall mit normalen Taschenlampen versuchen. Dies sollte nur von höhlenerfahrenen Personen getan werden. Man kann auf dem anderen Ufer weiter durch kleine, wassergefüllte Kanäle bis in die ersten Säle gelangen. Bevor die Höhle durch neugierige Methaner zerstört wurde, gab es zahlreiche wunderschöne Stalagmiten und Stalaktiten. Die Höhle wird im Laufe der geplanten Straße nach Vathy noch weiter zerstört werden. Eine einfache Möglichkeit, zur Höhle zu gelangen, ist inzwischen die Straße, die von der Landenge Steno aus abzweigt. Man verfolgt die asphaltierte Straße bis zu ihrem Ende und klettert ein paar Meter an der Küste bis zur Felshalde der Höhle. Die Straße gehört zu den sinnlosesten und Werken der letzten Jahre. Man hat eine der schönsten Landschaften für immer zerstört. So stellt sich die Gemeinde Methana Fortschritt vor... Vathy – Almyrastrand – Prophitis Elias – Taubenhöhle Man kann die Tour zur Höhle auch vom Almyra-Strand in Vathy beginnen. Am Ende des Strandes geht man ein bißchen über die Felder in östlicher Richtung, bis man am Hang den Weg entdeckt, der zuerst zur Kapelle Prophitis Elias führt. Von dort aus kann man sich etwas abenteuerlich auf dem kleinen Pfad in Richtung Süden machen. Bis zur Höhle sind es etwa 2 km. Kato Mouska (Palia Loutra) – Kammeni Chora Bis vor wenigen Jahren war noch der Weg von Kato Mouska nach Kammeni Chora zugänglich, der an der Nordküste Methanas verläuft. Er führt auch an der einzigen Süßwasserquelle vorbei, die 1994 bei einem erfolglosen Strassebauprojekt zerstört wurde. Der Weg soll in den nächsten Jahren wieder zugänglich gemacht werden. Zur Zeit kann man niemand raten, ihn zu benützen. Er ist an vielen Stellen inzwischen dicht zugewachsen und eine Orientierung ist nicht möglich. 8. Die Zukunft der Wanderwege auf Methana Es ist sehr erfreulich, daß sich der griechische Staat (das griechische Fremdenverkehrsministerium EOT) zum ersten Mal für die Wanderwege auf Methana interessiert. Ob dieses Interesse dauerhaft ist und ob man sich weiterhin um die Wege bemühen wird, steht in den Sternen... Man kann nur hoffen, daß es nicht wieder eine Möglichkeit ist, wie einige wenige EU-Mittel für sich auf die Seite schaffen wollen. Es ist eine Probe für die Gemeinde Methana und die am Projekt beteiligten. Werden sie sich auch in Zukunft darum bemühen, die Wege zu pflegen und die Routen besser ausschildern? Oder werden weiterhin Wanderwege für sinnlose Strassenprojekte geopfert? Leider zeigt die Erfahrung, daß die Methaner kein gute Verhältnis mit ihren Wanderwegen haben. Man empfindet “Wandern“ als einen Rückschritt und deshalb muß jede Sehenswürdigkeit per Auto erreichbar sein. Man hätte die Halbinsel bis 1996 zum Landschaftsschutzgebiet erklären sollen. Eine Art „Nationalpark“ wäre eine gute Lösung gewesen, die auch die lokale Bevölkerung gefördert hätte. Der Plan “Kapodistrias“, der die Gemeinden zusammenlegte, hat neben den positiven Auswirkungen leider den Nachteil, daß nun Methana eigene schwere Baumaschinen hat, die ohne Planung und Umweltkontrolle überall hin Straßen errichten. Deshalb kann es gut sein, daß die hier beschriebenen Wanderwege bald auch im Gebirge von Methana auf Asphaltstrassen stoßen. Daß dadurch jeder Zugang zu den Bergen hat, zeigt sich schon jetzt durch die ersten Müllhalden und (bis jetzt) kleinen Waldbrände. Das Berggebiet der Halbinsel wird langsam „entwickelt“. Viele erinnern sich an die Felder ihrer Vorfahren, die inzwischen von kleinen Wäldern bestanden sind. Somit wird auch hier Brandrodung betrieben, damit man wieder Weinberge anlegen kann, obwohl das vom Forstamt verboten ist. Irgendwann wird so ein Waldbrand wieder die Halbinsel verwüsten... |
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