DIE VULKANHALBINSEL METHANA IN GRIECHENLAND  
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Sonne, Meer, Heilbäder und Vulkane
Landkarte der Stadt Methana

Landkarte der Stadt Methana
Satelliten-Foto der Stadt Methana von Google Earth View 2008

Satelliten-Foto der Stadt Methana von Google Earth View 2008
Methana

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Methana ist der Hauptort der gleichnamigen Halbinsel. Die Stadt mit ihren ca. 1200 Einwohnern ist etwa seit 1800 besiedelt. Erst war Kounoupitsa der Hauptort, dann erst später wurde Methana wichtig. Besonders die Heilquellen waren eine Aufertung der Siedlung. Zuerst gab es kleine Becken, in die das bis zu 39 Grad warme Thermalwasser floß. Dann kamen ein paar Hütten dazu und erst um 1912 wurde das erste, große, klassizistische Bad erbaut, das heute das Wahrzeichen der Stadt ist.
 Bis zum zweiten Weltkrieg war Methana der wichtigste Kurort Griechenlands. Bis dahin kam die Highsociety nach Methana - aus der ganzen Welt kamen Gäste, die dort ihren Urlaub machten und die Heilbäder nutzten.
Es gab eine kulturelle Infrastruktur, wie z.B. das Theater im östlichen Gebäude des Aithra-Hotels und ein Kasino (Ruine neben dem Hotel Methanion). Angeblich kam sogar der griechische König nach Methana.
Die Heilbäder führten zu großem Wohlstand und viele Methaner kauften sich schon früh Häuser in Athen.
Da Methana den Erfolg gewöhnt war und sich voll auf die Heilbäder konzentrierte, verlor man den Anschluß an internationale Entwicklungen. Man sammelte Gewinn, aber investierte nicht genug in zeitgemäße Infrastruktur. Nicht, weil man die finanziellen Mittel nicht hätte, sondern, weil jeder für sich wirtschaftete.
Im zweiten Weltkrieg ging die Zahl der Besucher dramatisch zurück und nur die Bauern konnten wirtschaftliche Erfolge erzielen, indem sie, während der deutschen Seeblokade Piräus, Güter nach Athen & Piräus schmuggelten.
Nach dem 2. Weltkrieg bekam auch Methana Finanzmittel im Rahmen des Marshall-Plans und sie wurden zur Modernisierung des Bades Agios Nikolaos im Ostteil der Stadt verwendet.
Die nächste Krise war dann der Bürgerkrieg und danach gab es noch einen kleinen Aufschwung, der ab etwa 1989 ein jähes Ende nahm. Die Kurstadt Loutraki bei Korinth wurde die bedrohlichste Konkurrenz. Und in den letzten Jahren kamen die modernen Badanlagen von Edipsos auf der Insel Euböa dazu. Methana hat den Anschluß verloren.
Seit etwa 2004 werden die Heilbäder privatisiert und von den Brüdern Papaioannou renoviert & modernisiert. Ob ihre Aktivitäten Methana einen neuen Aufschwung bringen werden, ist zu bezweifeln.
Methana ist heute eine kleine, ruhige Kurstadt. Sie hat etwas eigenes, das manche Gäste anzieht, die die 0-8-15-Touristenorte satt haben. Gerade abends ist es wunderschön, an der langezogenen Promenade zu sitzen, etwas leckeres zu essen oder Kaffee zu trinken...