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Die Geschichte der Halbinsel Methana, Griechenland Die Spuren der einer ersten Besiedlung des Gebiets Troizen & Methana ist für die Zeit des Neolithikums festzustellen. Darauf weisen vereinzelte archäologische Reste hin, die auf dem Chelonas-Gipfel der Methana-Halbinsel gefunden wurden. In dieser Zeit lag auch der Meeresspiegel sehr viel tiefer und so muß es Landverbindungen auch zu anderen Nachbarinseln gegeben haben... In der protohelladischen Zeit (2800-1900 v.Chr.) gibt es eine dichte Besiedlung in der Umgebung des Hippolytos-Tempels in Troizen, in der Ebene von Kaloni/Lesia und in der Umgebung des Maghoula-Gipfels bei Galatas. Außerdem wurden protohelladische Reste auf dem Isthmus Steno, der Nisaki-Insel und beim Paläokastro auf der Halbinsel Methana gemacht. Weitere Zeugen der protohelladischen Epoche wurden in der Umgebung der antiken Stadt Kalavria/Poros beim berühmten Poseidonheiligtum und auf dem Hügel bei der Kapelle Agios Stathis (Berggebiet von Troizen) entdeckt. Die Herkunft der protohelladischen Siedler ist unbekannt. Am Ende der protohelladischen Zeit wird die Gegend aus unbekannten Gründen für ca. 200 Jahre, bis 1800 v.Chr. verlassen. Danach entsteht am Kap Alyki bei Galatas eine mittelhelladische Siedlung, die schon in der nachfolgenden Zeit wieder verlassen wird. In der Späthelladischen, bzw. Mykenischen Zeit errichten Ioner Siedlungen in der Ebene von Kaloni/Lesia, in der Gegend von Megalochorion/Methana, auf der Hochebene Throni/Methana, auf dem Gipfel Chelona/Methana, bei der Kapelle Agia Konstanti-Eleni und auf dem Gipfel Oga/Methana.Aus jener Zeit stammen auch die bedeutenden Funde, die bei der Ausgrabung im Gebiet der Kapelle Agia Konstanti-Eleni gemacht wurden. Sie zeigen, dass es sich hier schon um eine hoch entwickelte Kultur handelte und dass Methana damals bedeutende Heiligtümer vorzuzeigen hatte. Möglicherweise handelte es sich bei diesem Heiligtum um eine Stätte, in der die vorgeschichtliche Gestalt des Poseidon verehrt wurde. Möglicherweise lag in dieser Gegend sogar die vorgeschichtliche, homerische Siedlung Hionias. Andere Siedlungsreste aus der mykenischen Zeit lassen sich beim Heiligtum des Poseidon in Kalavria, bei der am Meer gelegenen Siedlung Fourkaria und am Berg bei Agios Athanasios feststellen. Südlich des Ortholithi-Gipfels lag eine kleine mykenische Burg, die zur Bewachung der Küstenstraße diente. Im Bereich des antiken Troizen wurden dagegen keine (?) mykenischen Siedlungsspuren gefunden. Dies ist sehr verwunderlich, da man gerade dort Reste aus jener Zeit erwartet hätte... (Wahrscheinlich wurden solche Reste überbaut). Die mykenische Zeit ist mit zahlreichen Mythen verbunden. Damals beherrschte Poseidon mit seinen Kindern Alinone Hyperi und Antha das Land. Große Beziehungen hatte die Gegend des Troizenischen Lands mit dem Böotischen Festland. Die Wege durch das epidaurische Bergland waren schwer begehbar und daher war ein Kontakt mit dem Bergland auf der gegenüberliegenden Seite des Saronischen Golfs profitabler. Damals siedelten bedeutende mythische Personen wie Anaflystos und Sfestos nach Troizen über. Später kamen noch der berühmte Held Theseus (der den Minotaurus bezwang) und Hippolytos dazu. Um das Poseidon-Heiligtum von Kalavria wurde die Seeherschaft (Amfiktyonie) der Städte Hermione, Ägina, Prasies, Nauplion, Athen und des Minyischen Orchomenos gebildet. Die Wirtschaftliche Grundlage des damaligen Wohlstands bestand in der Landwirtschaft, der Fischerei und der Viehzucht. Außerdem wurde Handel getrieben und das Kunsthandwerk ausgeführt. Die Siedler trennten sich in Geschlechter, die von je einem Oberhaupt geführt wurden. Jeder Führer unterstand einem regionalen König. In der historischen Zeit nahmen die Bewohner die dorischen Einwanderer friedlich auf. In dieser Epoche gründet Troizen die kleinasiatischen Städte Halikarnassos, Myndos und Theangelas. Später kommt Sybaris im heutigen Süd-Italien dazu. Fundstücke aus der geometrischen Epoche wurden beim Heiligtum des Hippolytos/Troizen, beim Heiligtum des Poseidon/Kalavria, bei Megalochorion/Methana (Akropolis Paliokastro) und vom Chelona-Gipfel/Methana beschrieben. Es gibt, wegen ausstehenden Ausgrabungsaktivitäten, nur wenige Erkenntnisse aus der archaischen Epoche. Im Machtbereich von Troizen standen zu jener Zeit Kalavria, die Gegend um das Kap Skylaion, Thermisi und wahrscheinlich die Insel Hydra. Methana stand nicht unter dem Einfluss von Troizen. Reste von Siedlungen aus der archaischen Zeit finden sich auch diesmal wieder an den schon vorher beschriebenen Orten. Aus der klassischen Zeit sind zahlreiche Informationen vorhanden. Besonders von Methana wissen wir, dass damals der Hügel am Strand unterhalb von Megalochorion befestigt wurde. Außerdem gab es Gebäude auf der Nisaki-Insel, auf der Throni-Hochebene, auf dem Oga-Plateau, bei Maghoula, bei Kaimeni Chora und wieder auf dem Gipfel Chelona. Im Troizenischen Land sollen ungefähr 9000 Bewohner gelebt haben. Es herrschte das System der Oligarchie. In der hellenistischen Zeit wurden Methana und Kalavria unabhängig. Nach langer Zeit taucht wieder eine kleine Siedlung bei Fourkaria auf. Um ca. 230 v.Chr. erschüttert der Vulkanausbruch bei Kaimeni Chora das Troizenische Land und richtet große Verwüstungen an. Dabei wird auch das berühmte Asklepios-Heiligtum in Troizen zerstört. Der geschichtliche Vulkanausbruch wird von berühmten antiken Schriftstellern wie zum Beispiel Ovid, Strabon und Pausanias beschrieben. Nach diesem Ausbruch entstehen die ersten Heilbäder bei den Thermen von Vromolimni und bei Kato Mouska. Auch in der römischen Zeit war die Gegend stark besiedelt und in wirtschaftlicher und kultureller Blüte.In den letzten zwei Jahrhunderten der römischen Herrschaft beginnt ein allmählicher Niedergang der Gegend und Kalavria wird aufgegeben. Die Heilbäder von Methana werden weiterhin genutzt. Im 4 Jahrhundert nach Christus wird Troizen und Methana (?) durch Gotheneinfälle zerstört. Besonders reichhaltige Informationen kann man dem Werk des römischen Schriftstellers Pausanias entnehmen, der Die Gegend ausführlich beschrieb (Troizen, Kalavria und Methana). |
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