DIE VULKANHALBINSEL METHANA IN GRIECHENLAND  
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Sonne, Meer, Heilbäder und Vulkane
Chemie & Heilkraft der Heilbäder von Methana


Wir unterscheiden grundsätzlich vier Arten von Heilquellen auf Methana:
A.) Salzquellen:
Bei diesen Quellen enthält ein Liter Heilwasser mehr als ein Gramm gelöster Stoffe. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Natrium und Chlor. Man unterscheidet außerdem unter Salzquellen und Chlorsalzquellen. Die Salzquellen enthalten mehr als 15 gr gelöster Stoffe, die Chlorsalzquellen entahlten dagegen weniger als 15 gr gelöster Stoffe. Sie enthalten aber viel Chlorgas.
B.) Alkalische Quellen:
Diese Quellen enthalten pro Liter mehr als ein Gramm Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3).
C.) Saure Quellen:
Diese Quellen sind arm an gelösten Feststoffen, dafür aber reich an gelöster Kohlensäure.
D.) Schwefelhaltige Quellen
Das Quellwasser ist reich an gelösten Schwefelverbindungen.
Die Thermalquellen von Methana sind eine Erscheinung, die nach der vulkanischen Aktiviität in Erscheinung trat. Die Thermalwässer entspringen den verschiedenen Quellen im Gestein Methanas. Sie kommen aus größerer Tiefe, wo sie durch eine Magmakammer aufgeheizt wurden und mit Mineralsalzen und Gasen bereichert wurden.
Die Heilquellen gehören einer Qualität an, die in West- und Zentraleuropa nur an wenigen Stellen auftritt. Zu ähnlichen Quelltypen gehören auch die berühmten Kurstädte Spalato, Uriage, Oldeslae, Pyrmont und Nauheim.

Dieses Heilwasser verdankt seinen Ursprung zum Teil dem Meer. Das Meerwasser versickert in verschiedenen Spalten im Gestein, gerät in tiefere Horizonte im Vulkangestein, wo es aufgeheizt und mit Mineralstoffen und Gasen (Schwefelwasserstoff, Kohlensäure und Stickstoff) bereichert wird.
Manche der Heilquellen sind seit der Antike berühmt. Einer der ersten Besucher Methanas war der berühmte römische Schriftsteller PAUSANIAS. Welche Quellen er genau beschrieb ist noch umstritten.

Nach seiner Entfernungsangabe, kann es sich um die Quellen beim Dorf Kato Mouska oder um die Quellen in der heutigen Kurstadt Methana handeln. Bei der Siedlung Agios Nikolaos sind noch Becken erhalten, die aus römischer Zeit stammen sollen. Die wichtigsten Heilquellen sind die, die am Westteil der Kurstadt Methana aus dem Kreidekalkmassiv des Asprovuni entspringen. Sie sind salz- und schwefelhaltig und speisen den türkiesgrünen See, der vor dem klassizistischen Bad liegt.
Die Nutzung der Heilbäder begann 1870. Die Kurgäste nutzten das Heilwasser damals zuerst in kleinen Tümpeln, in die das Quellwasser direkt floß. Wenige Jahre später wurden 6 Einzelbecken geschaffen, sowie zwei große Gemeinschaftsbecken. 1906 wurden zwei Gebäude gebaut, in denen jeweils zehn Marmorbecken zur Verfügung standen. Das eine Gebäude stand an der Stelle des klassizistischen Bads und das andere dort, wo heute das Hotel Ai Pigae (damals Papastamatiou) existiert. 1930 wurde das Schwefelheilbad der Gemeinde erbaut, in dem 40 Marmorbecken eingerichtet waren. 1936 kam das Heilbad Agii Anargyrii im heutigen Hotel Ai Pigae dazu, in welchem 20 Marmorbecken vorhanden waren. Auch dieses Bad wird von den Quellen versorgt, die dem Kalkgebirge des Asprovouni entspringen. Es wurde in den letzten Jahren modernisiert. In dem vor den Bädern befindlichen See sammelt sich heilkräftiger Schlamm, der zahlreiche therapeutisch wirksame, organische Schwefelverbindungen, Magnesium- und Calciumcarbonate, Eisenoxide und Siliziumverbindungen enthält. Der Schlamm wird in Zukunft gesammelt und für Heilanwendungen verwendet. Bei den Erdbeben von 1922 versiegten die Heilquellen für kurze Zeit, danach waren ihre Temperaturen um ein bis zwei Grad höher als vorher.


Die Nutzung der Heilquellen ist bei folgenden Erkrankungen zu empfehlen:
  • Chronischer Rheumatismus
  •  Chronische Gelenkerkrankungen
  • Nachwirkungen von Verletzungen
  • Osfyalgia
  • Ischyalgie 
  • Nervenerkrankungen
  • Nervöse Störungen des Nervensystems 
  • Hauterkrankungen (Akne, Psoriasis, etc.) 

B) Chlorsalzquellen von Methana
Ungefähr 250 m nordöstlich der Kurstadt und unterhalb des Dorfes Kato Mouska entspringen dem Vulkangestein Chlorsalzquellen. Diese werden fälschlicherweise auch als alkalische Quellen genannt.
Die Heilquellen Agios Nikolaos iam nordöstlichen Teil der Kurstadt werden zum ersten Mal 1904 genutzt. 1912 wurde das erste Badgebbäude errichtet. 1953 wurde dieses Bad mit Mitteln des Marshall-Plans modernisiert. Dieses Heilbad wird nur noch wenig genutzt, obwohl seine Heilkraft besonders bei Frauenleiden berühmt ist.
Die sauren Quellen von Methana
Die Mineralwasserquellen liegen bei dem nordöstlichen Ende der Kurstadt Methana (nahe beim Hotel Akti) und und westlich unterhalb der Akropolis des antiken Methanas (Paläiokastro/Vathy). Die Quelle in Methana ist leider wegen der bakteriellen Verschmutzung durch die Sickergruben in der Umgebung nicht mehr trinkbar.
Bekannt waren damals die Quellen N.Papastamatiou und Chr. Pallis. Die Quellen galten als entwässernd und abführend.